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"Bestrebt,
den Gegenstand aus seiner Farbigkeit entstehen zu lassen, weist
er dem Umriss sekundäre Bedeutung zu. Er versucht, die Randzone
der Gebilde farbig zu intensivieren und zugleich mit dem benachbarten
Farbfeld (...) abzustimmen, so dass keine Grenzlinien, keine "Furchen"
zwischen den Gegenständen entstehen, sondern eine vibrierende
Farbzone, in die sich die beiden Dingbereiche teilen. Diese Farbzonen
dienen nicht nur dem Kontakt fester Körper, sie stellen auch die
Verständigung zwischen einem Bergrücken und dem Himmel, einer
Brücke und dem Wasser dar. Dieses Strukturprinzip sichert der
Flächenordnung des Bildes die Kontinuität - sie untertreibt gleichsam
das räumliche Hintereinander der Körper, ohne es völlig zu negieren
-, und sie nimmt diesen Körpern das abgeschlossene Fürsichsein.
Mit der Intensivierung des Gewebecharakters des Bildes nimmt die
Einförmigkeit der handschriftlichen Sprachmittel zu. Ob Cézanne
einen Baum malt, eine Wolke, ein Stück Stoff oder die Spiegelung
einer Landschaft im Wasser - die Pinselschrift geht nicht auf
die Stofflichkeit dieser verschiedenen Gegenstände ein, sie ruft
für alle ein und dieselbe Flächentextur hervor."(Werner Hofmann,
Grundlagen der modernen Kunst, Stuttgart 1978, S. 286f.)
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